Energieüberwachung

Verbrauch und Produktion in sieben Lebensmittelwerken vergleichen

Die Überwachung an sieben Standorten half Foyle Food Group, Strom-, Gas- und Wasserverbrauch mit der Produktion zu verknüpfen und die Leistung der Werke zu untersuchen.

Standorte im Programm
7
Rückgang der Gasintensität 2022–2023
14 %
Produktionswerk von Foyle Food Group

Foyle Food Group gehört zu den größten Fleischverarbeitern Großbritanniens. Das Familienunternehmen beschäftigt mehr als 1.350 Menschen an Standorten in Großbritannien und Irland und verfügt über mehr als 40 Jahre Erfahrung in der Lieferkette und Verarbeitung von Rindfleisch. Ein Schwerpunkt ist die ökologisch verantwortliche Gestaltung des Betriebs.

Das Projekt

Zur Foyle Food Group gehören sieben eigenständige Fleischverarbeitungsbetriebe mit einer Kapazität von 300.000 Rindern pro Jahr. Die jährlichen Energiekosten der Gruppe übersteigen 6 Millionen Euro.

Der Konzernchef stieß die Einführung industrieller IoT-Technik von EpiSensor an. Um den Energieverbrauch zu senken, brauchte Foyle detaillierte Daten zu Strom, Gas und Wasser in jedem Werk. Das Unternehmen wollte außerdem Anlagenzustände für die vorausschauende Wartung und das Erkennen von Auffälligkeiten verfolgen.

Warum EpiSensor

Neben Genauigkeit und Zuverlässigkeit war die Widerstandsfähigkeit der Sensorgehäuse ausschlaggebend. Sie bestehen aus Polycarbonat und erfüllen die Schutzart IP67, was für die Reinigung in den Betrieben wichtig ist. Das System ließ sich mit Geräten anderer Hersteller und dem bestehenden Gebäudeleitsystem (BMS) verbinden. Beschäftigte konnten es ohne spezielle Schulung von zunächst 250 auf mehr als 370 Produkte erweitern.

Umsetzung

Foyle begann, Stromverbrauch, Gasintensität, Wasserverbrauch und Temperaturen mit Zählern und Sensoren von EpiSensor sowie Gateways mit API zu messen. Dashboards und Berichte zeigten dem Management laufende Energie- und Temperaturdaten. Kennzahlen setzten den Verbrauch mit der Produktionsmenge in Beziehung. Für verschiedene Abteilungen wurden tägliche und wöchentliche Berichte erstellt. Öffentlich sichtbare Dashboards in den Werken zeigten Strom- und Wasserverbrauch in Echtzeit. Foyle behält die vollständige Kontrolle über die Daten; die Übertragung ist vom Sensor bis zum Server verschlüsselt.

Zugriffsrechte vom Schichtleiter bis zum Konzernchef wurden an die jeweilige Rolle angepasst. Die Daten halfen bei Entscheidungen und unterstützten ausgewählte Standorte bei der Zertifizierung nach ISO 50001.

Unser Beitrag

Rund 370 drahtlose Produkte sind über alle Werke verteilt und erzeugen jedes Jahr Millionen von Datenpunkten. Dazu gehören kalibrierte Temperaturmessungen in Kühlbereichen für Nachweise und Audits. Der Stromverbrauch wird unter anderem an Einspeisungen, Kompressoren, Verflüssigern, Kälteanlagen, Abwasseranlagen, Pumpen, Fettverarbeitung, Zerlegung und Kühllagern erfasst. Das System überwacht außerdem Gasintensität und Wasserverbrauch, auch bei Prozessen mit Wasser von 45 °C und 82 °C.

Ergebnisse

  • Schnelles Erkennen von Verschwendung und Auffälligkeiten: Wasserlecks und ineffizienter Energieeinsatz wurden früh sichtbar. Laut Fallstudie amortisierten sich die Investitionskosten für das EpiSensor System innerhalb weniger Monate.
  • ISO 50001: Messgeräte und Sensoren von EpiSensor unterstützten die Zertifizierung von Foyle Food Group nach ISO 50001.
  • Gasintensität: Foyle berichtete für 2022–2023 einen Rückgang der Gasintensität um 14 %.*
  • Stromverbrauch: Das leistungsstärkste Werk der Gruppe meldete im selben Zeitraum 100 MWh weniger Stromverbrauch, obwohl die Produktionsmenge um 2 % stieg.*
  • Widerstandsfähige Messgeräte: Viele Sensoren sind regelmäßig aufbereitetem Wasser mit 82 °C und verschiedenen Reinigungsmitteln ausgesetzt. Die Fallstudie berichtet keine Beeinträchtigung der Systemleistung.
  • Bessere Entscheidungen: Die Messdaten helfen dem Management, Verbrauch, Produktion und Anlagenbetrieb gemeinsam zu betrachten.
  • Nachhaltigkeit der Gruppe: Der Nachhaltigkeitsbericht von Foyle für 2023 weist für die gesamte Gruppe eine Verringerung der Scope-1- und Scope-2-Emissionen um 25 % zwischen 2019 und 2022 aus. Dieser Gruppenwert ist keine isoliert gemessene Wirkung der EpiSensor Installation.*

Fazit

Mit der IoT-Infrastruktur von EpiSensor setzte Foyle Food Group ein Energiemanagementprogramm auf Grundlage detaillierter Echtzeitdaten um. Das Unternehmen berichtete über niedrigere Kosten, effizientere Abläufe und das vorzeitige Erreichen seiner Emissionsziele für 2025. Die berichteten Ergebnisse hängen mit dem Gesamtprogramm von Foyle zusammen und lassen sich nicht allein der Messtechnik zuschreiben.

* Die mit einem Stern gekennzeichneten Zahlen stammen aus dem öffentlich zugänglichen Nachhaltigkeitsbericht 2023 von Foyle Food Group.