Irlands Small-Scale Renewable Electricity Support Scheme (SRESS) fördert Projekte für erneuerbare Energien zwischen der häuslichen Kleinerzeugung und der RESS-Auktion für Großprojekte. Das Ministerium sieht zwei unterschiedliche Förderwege vor: einen Zuschuss für Eigenversorger mit geeigneten Solaranlagen und einen Einspeisetarif für Projekte, die ihren gesamten erzeugten Strom in das Netz einspeisen.
Die wirtschaftliche Entscheidung fällt vor der Planung der Überwachung. Ein Projekt, das erzeugten Strom hinter dem Zähler verbraucht, ist kein Projekt mit vollständiger Einspeisung. Ein für den SRESS-Einspeisetarif zugelassenes Projekt kann für dieselbe Erzeugung weder den Zuschuss für Eigenversorger noch die Clean Export Guarantee erhalten. Klären Sie Förderweg, Antragsteller, Technologie, installierte Leistung und Netzanschluss, bevor Sie ein Finanzmodell erstellen.
Aktueller Geltungsbereich des SRESS-Einspeisetarifs
Das Programm wurde am 27. Januar 2025 für Anträge geöffnet. Auf der am 4. März 2026 aktualisierten Seite des Ministeriums sind die folgenden Leistungsbereiche angegeben.
| Antragsteller und Projekt | Aktueller Leistungsbereich für den Einspeisetarif |
|---|---|
| Jedes förderfähige Einspeiseprojekt | Mehr als 50 kW und höchstens 1 MW |
| Renewable Energy Community | Mehr als 50 kW und höchstens 6 MW |
| KMU oder landwirtschaftlicher Betrieb mit Antrag nach den KMU-Regeln | Mehr als 50 kW und höchstens 6 MW |
Photovoltaik und Windenergie sind derzeit die förderfähigen Technologien. Bei einem Hybridprojekt richtet sich die genaue Zuordnung der Kategorie und der installierten Leistung nach den aktuellen Terms and Conditions. Die Zulassung hängt außerdem von der für die jeweilige Tarifkategorie verfügbaren Kapazität ab.
Eine Nennleistung von 50 kW liegt nicht über 50 kW. Gehen Sie nicht davon aus, dass die Summe der Wechselrichterleistungen, die DC-Gesamtleistung der Module, die Nennleistung der Windenergieanlage, die Maximum Export Capacity und die Installed Capacity nach den Programmregeln austauschbare Größen sind. Dokumentieren Sie jede Größe, ihre Einheit, das Dokument, in dem sie definiert ist, und die im Antrag verwendete Berechnung.
Veröffentlichte Tarife während der laufenden Prüfung 2026
Das Ministerium begann im Februar 2026 mit einer Tarifprüfung. Nach seinen Angaben bleiben die bestehenden Tarife für Energiegemeinschaften und KMU bis zum Abschluss dieser Prüfung verfügbar. Vorbehaltlich der ministeriellen Genehmigung kann die Prüfung einen Tarif beibehalten, ändern oder aufheben. Die nachstehenden Werte geben daher den Stand der am 4. März 2026 aktualisierten Programmseite wieder und sind keine Zusage für einen späteren Antrag.
| Kategorie | Solar über 50 kW bis 1 MW | Solar über 1 MW bis 6 MW | Wind über 50 kW bis 6 MW |
|---|---|---|---|
| Renewable Energy Community | EUR 150/MWh | EUR 140/MWh | EUR 90/MWh |
| KMU oder landwirtschaftlicher Betrieb | EUR 130/MWh | EUR 120/MWh | EUR 80/MWh |
Die Einspeiseförderung ist als gleitende Marktprämie mit Rückzahlung ausgestaltet. Liegt der Referenzmarktpreis unter dem Tarif, sichert der Mechanismus die geförderten Erlöse ab; liegt er darüber, fließen die Mehrerlöse an die Public Service Obligation zurück. Für einen Wirtschaftlichkeitsnachweis sind daher die aktuellen Terms and Conditions, die geltende Marktregelung und die aktuelle Tarifentscheidung erforderlich. Die erwartete Erzeugung lediglich mit dem veröffentlichten Tarif zu multiplizieren, ergibt kein vollständiges Erlösmodell.
Vollständige Einspeisung erfordert eine eindeutige elektrische und wirtschaftliche Grenze
Ein SRESS-Einspeiseprojekt darf seinen erzeugten Strom nicht am Standort verbrauchen. Diese Regel erfordert mehr als eine Bezeichnung in einer Tabelle. Einlinienschaltbild, Netzanschlussvertrag, Messkonzept, Hilfsenergieversorgung und Betriebslogik müssen dieselbe Grenze beschreiben.
Halten Sie die folgenden Größen getrennt:
- Bruttoerzeugung aus erneuerbaren Energien an jeder Wechselrichter- oder Turbinengruppe;
- Eigenbedarf der Station und der Betriebsmittel;
- Strombezug zur Versorgung des Projekts, wenn keine Erzeugung verfügbar ist;
- Einspeisung am vereinbarten Netzanschlusspunkt;
- Maximum Export Capacity und jede aktive Einspeisebegrenzung; und
- die genehmigte Energiemenge für Markt- und SRESS-Abrechnung.
Je nach Auslegung können Hilfsverbraucher vor oder hinter einer Messstelle angeschlossen sein. Geben Sie deren Versorgung und rechnerische Behandlung ausdrücklich an. Wenn die betriebliche Erzeugung abzüglich der gemessenen Hilfsenergie nicht mit der Netzeinspeisung übereinstimmt, prüfen Sie Zeitstempel, Transformatorverluste, Zählerverhältnisse, Vorzeichenkonventionen und nicht erfasste Verbraucher, bevor Sie die Differenz als Erzeugungsverlust einstufen.
Anschlussnachweise und Programmnachweise sind getrennt
Die SRESS-Antragsunterlagen fragen nach Projektidentität, Technologie, installierter Leistung, Maximum Export Capacity sowie Angaben zu Planung und Netzanschluss. Für Gemeinschaftsprojekte kann ein anderer Weg zum Nachweis des Netzanschlusses gelten als für andere Antragsteller. Maßgeblich für die einzureichenden Unterlagen sind die aktuellen Antragsunterlagen und Terms and Conditions.
ESB Networks ist für den Verteilnetzanschluss zuständig und prüft, ob der installierte Zähler die Einspeisung erfassen kann. Laut den veröffentlichten Kundenhinweisen werden Zähler von Anlagen mit einer Einspeiseleistung zwischen 50 kVA und 200 kVA auf ihre Eignung geprüft und gegebenenfalls neu konfiguriert oder ersetzt. Für größere oder projektspezifische Anschlüsse gilt das jeweils einschlägige Anschlussverfahren.
Ein vom Eigentümer installierter Betriebszähler ersetzt diesen zugelassenen Einspeisezähler nicht. Er erfüllt einen anderen Zweck: schnelle Fehlererkennung, Leistungsbewertung auf Anlagenebene, Datenabgleich und Instandhaltungsnachweise. Der Leitfaden zur Betriebs- und Abrechnungsmessung erläutert, wie diese Aufzeichnungen getrennt geführt werden.
Überwachungsplan für ein kleines Solar- oder Windprojekt
Bauen Sie die Betriebsaufzeichnung vom Netzanschlusspunkt nach innen auf.
- Netzgrenze. Erfassen Sie auf der Projektseite des Netzanschlusses die dreiphasige Wirk- und Blindleistung, Spannung, Strom, Leistungsfaktor, Frequenz sowie den kumulierten Bezug und die kumulierte Einspeisung.
- Erzeugungseinheiten. Erfassen Sie für jeden Wechselrichter, jede Windenergieanlage oder jede festgelegte Gruppe Leistung, Energie, Betriebszustand, Verfügbarkeit, aktive Begrenzung, Alarme und Kommunikationsqualität.
- Energieangebot. Speichern Sie bei Solaranlagen repräsentative Werte für Bestrahlungsstärke und Modultemperatur. Speichern Sie bei Windenergieanlagen die freigegebenen Wind- und Anlagendaten, die der Betreiber verwendet. Messungen des Energieangebots erklären die erwartete Erzeugung; sie ersetzen keine Energiezähler.
- Hilfsverbraucher. Messen Sie Transformator, Steuerung, Heizung, Kühlung, Kommunikation und andere Verbraucher des Eigenbedarfs, sofern sie die Netzeinspeisung wesentlich beeinflussen können.
- Begrenzungen. Erfassen Sie die Maximum Export Capacity, den aktuell wirksamen Einspeisesollwert, dessen Ursprung und die gemessene Reaktion. Die Bestätigung eines Befehls belegt nicht die erbrachte Leistung.
- Ereignisse. Bewahren Sie die Zeitpunkte von Abschaltungen, Abregelungen, Kommunikationsausfällen, Instandhaltungsarbeiten und Wiederinbetriebnahmen auf derselben Zeitbasis auf, die für die Intervallenergie verwendet wird.
Verwenden Sie eine dokumentierte Vorzeichenkonvention und Regel für den Intervallabschluss. Fehlende Daten bleiben mit einer Qualitätskennzeichnung als fehlend erkennbar. Wird ein verlorener Messwert durch null ersetzt, kann daraus eine falsche Ausfallzeit entstehen; wird der letzte Wert fortgeschrieben, kann daraus eine falsche Erzeugungsmenge entstehen.
Prüfungen bei der Inbetriebnahme, bevor die Daten verwendet werden
- Ordnen Sie jede Datenquelle dem Einlinienschaltbild, einer Betriebsmittelkennung, dem Modell und der Firmware des Projekts zu.
- Prüfen Sie Stromwandlerverhältnis, Phasenfolge und Richtung unter bekannten Bezugs- und Einspeisebedingungen.
- Vergleichen Sie Intervall- und Summenwerte mit der örtlichen Geräteanzeige und einer unabhängigen Referenz.
- Gleichen Sie die Werte von Wechselrichtern oder Windenergieanlagen, Hilfsverbrauchern und Netzaustausch über einen vollständigen Betriebstag miteinander ab.
- Dokumentieren Sie Zeitquelle, Zeitzone, Intervalllänge, erwartete Latenz und Wiederherstellung nach einem Kommunikationsausfall.
- Lösen Sie einen bekannten Alarm aus und prüfen Sie Zeitstempel, Zuständigkeit, Quittierung und Rückkehr in den Normalzustand.
- Prüfen Sie jeden freigeschalteten Sollwert innerhalb einer genehmigten Grenze und bestätigen Sie anschließend die physische Reaktion durch eine unabhängige Leistungsmessung.
- Bewahren Sie den Stand der Konfiguration und der Schnittstellendokumentation zusammen mit dem Inbetriebnahmeprotokoll auf.
Diese Prüfungen machen die Betriebsaufzeichnung nutzbar. Sie begründen weder die Förderfähigkeit nach dem Programm noch die Zulassung des Zählers, die Konformität der elektrischen Schutzeinrichtungen oder einen Zahlungsanspruch.
Was EpiSensor dazu beiträgt
EpiSensor kann unabhängige Dreiphasenmessungen an den Projekt- und Betriebsmittelgrenzen bereitstellen, Wetter- und Hilfsenergiedaten erfassen und dokumentierte Modbus- oder BACnet-Datenpunkte über ein Edge Gateway vor Ort einbinden. Die lokale Speicherung kann Messwerte während eines Ausfalls der übergeordneten Verbindung erhalten und nach Wiederherstellung der Kommunikation weiterleiten.
Diese Aufzeichnung hilft dem Eigentümer, zwischen einem geringen Energieangebot, einem Betriebsmittelfehler, einer Einspeisebegrenzung und einer Abweichung zwischen Zählern zu unterscheiden. Sie kann außerdem Instandhaltung und finanziellen Datenabgleich unterstützen. Der zugelassene Zähler von ESB Networks, der Netzanschlussschutz, der Marktteilnehmer und die Aufzeichnungen des Ministeriums behalten ihre formalen Aufgaben.
Beginnen Sie bei einem PV-Projekt mit dem Leitfaden zur Photovoltaiküberwachung. Verwenden Sie für ein größeres Auktionsprojekt den gesonderten Leitfaden zu RESS 6.
Häufige Fragen
Welche Projektgröße kommt für Irlands SRESS-Einspeisetarif infrage?
Die Leistung muss mehr als 50 kW betragen. Die aktuelle Programmseite des Ministeriums erfasst alle Einspeiseprojekte bis 1 MW sowie Einspeiseprojekte von Energiegemeinschaften, KMU und landwirtschaftlichen Betrieben bis 6 MW. Die Förderfähigkeit hängt außerdem von Technologie, Antragstellerkategorie, Netzanschluss und den Leistungsgrenzen der aktuellen Terms and Conditions ab.
Darf ein SRESS-Einspeiseprojekt einen Teil des Stroms am Standort verbrauchen?
Nein. Das Ministerium beschreibt diesen Förderweg als vollständige Einspeisung. Eigenversorger sollten den gesonderten Zuschussweg prüfen. Dasselbe Projekt kann nicht beide Förderungen erhalten, und ein SRESS-Einspeiseprojekt ist nicht für die Clean Export Guarantee zugelassen.
Wie hoch sind die aktuellen SRESS-Tarife?
Die am 4. März 2026 veröffentlichten Tarife liegen je nach Technologie, Leistung und Antragstellerkategorie zwischen EUR 80/MWh und EUR 150/MWh. Im Februar 2026 begann eine Prüfung durch das Ministerium. Während der Prüfung gelten die veröffentlichten Tarife weiter. Antragsteller sollten jedoch den aktuellen Tarif und die aktuellen Bedingungen prüfen, bevor sie eine Investitionsentscheidung treffen.
Bestimmt die EpiSensor-Überwachung eine SRESS-Zahlung?
Nein. EpiSensor kann eine unabhängige Betriebsaufzeichnung für Fehlersuche, Leistungsbewertung und Datenabgleich bereitstellen. Maßgeblich für Einspeisung und Förderzahlung sind der zugelassene Netzanschluss, der zugelassene Zähler sowie die Markt- und Programmaufzeichnungen.