Demand Response und virtuelle Kraftwerke

USV-Batterien eines Rechenzentrums unterstützen die Netzfrequenz

Mess- und Steuerungsinfrastruktur von EpiSensor unterstützte Enel X beim Einsatz von Microsofts USV-Batterien für die Frequenzregelung, zusammen mit USV-Technologie von Eaton.

Ein Ingenieur nimmt Demand-Response-Ausrüstung von Enel X in einem Microsoft Rechenzentrum in Betrieb

Enel X ist nach eigenen Angaben der weltweit führende Anbieter von Demand Response und setzt rund 8,5 GW flexible Last in Nord- und Südamerika, Europa, Asien und Ozeanien ein. Demand Response gibt Verbrauchern die Möglichkeit, zum Betrieb des Stromnetzes beizutragen, indem sie ihren Stromverbrauch zu Spitzenzeiten senken oder verlagern. Als Teil der Enel-Gruppe bietet Enel X Produkte und Dienstleistungen für die Energiewende in Haushalten, Städten und Unternehmen mit dem Ziel einer nachhaltigen Entwicklung an.

Das Projekt

Microsoft nimmt seit Langem an etablierten irischen Netzdienstleistungen teil. Das Unternehmen erkannte die Möglichkeit, Batterien eines Rechenzentrums, die normalerweise im Notfall dessen unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) stützen, für eine schnelle Frequenzregelung einzusetzen. So könnte das Stromnetz kostengünstig und nachhaltig unterstützt und die Abhängigkeit von Gasturbinen zur Spitzenlastdeckung verringert werden.

In einer Fallstudie von Microsoft erklärt Ehsan Nasr, Senior Design Researcher in der Advanced-Development-Gruppe für Rechenzentren: „Die Idee war, die unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV), die durchgehend Schutz bietet, zu nutzen, ihre Steuerung anzupassen und Dienstleistungen für das Stromnetz bereitzustellen.“

Microsoft beauftragte seinen Demand-Response-Partner Enel X, die Teilnahme am DS3-Markt für Netzdienstleistungen von EirGrid zu ermöglichen. Microsoft gilt als erster Teilnehmer an Dynamic DS3. Das Programm priorisiert die Integration weiterer erneuerbarer Energiequellen wie Wind und Sonne in das Stromnetz.

Eaton beteiligte sich an dem Projekt und integrierte die EnergyAware-Funktion seiner USV. Sie ermöglicht einen bidirektionalen Stromfluss mit den bereits in der USV vorhandenen Notstromreserven. Laut Ausgangsmaterial wird diese Eaton-Technologie seit 2014 entwickelt und in Finnland, Norwegen, Schweden, den USA sowie am irischen Unternehmenssitz eingesetzt.

Wegen der hohen Leistung im Megawattbereich und der Anforderungen eines Rechenzentrums an Genauigkeit und Sicherheit benötigten Enel X und Microsoft eine bewährte IoT-Infrastruktur mit Sicherheit vom Sensor bis zum Server auf Unternehmensniveau.

Unser Beitrag zum Projekt

Die industrielle IoT-Lösung von EpiSensor erwies sich für dieses Projekt als besonders geeignet.

Mit Unterstützung des EpiSensor Teams nutzte Enel X die Genauigkeit, Skalierbarkeit, Sicherheit und einfache Bedienung unserer Technologie. Die Infrastruktur von EpiSensor ermöglichte Enel X eine dynamische Frequenzregelung, bei der die Beanspruchung der USV automatisch mit der Netzfrequenz steigt und fällt. Dafür ist eine hochgenaue Zeitsynchronisierung nötig, die unsere IoT-Infrastruktur ermöglicht.

Die Partnerschaft mit EpiSensor hat wesentlich dazu beigetragen, dass wir weltweit Projekte für Kunden unterschiedlicher Größe und Branchen gewinnen und umsetzen konnten. Dazu zählen neuartige Projekte mit großen internationalen Unternehmen in besonders innovativen Märkten.

John ByrneLinkedInGeschäftsführer, Enel X Ireland