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Eigene Hardware oder IoT-Partner (Teil 2)

Energieaggregatoren müssen bei Flexibilitätsdiensten entscheiden: IoT-Hardware selbst entwickeln oder mit einem Hardwarepartner arbeiten.

Geöffnetes EpiSensor Gehäuse mit Leiterplatte und angeschlossenen Sensorkabeln.

Im vorherigen Artikel ging es um nachfrageseitige Flexibilität. Hier betrachten wir eine Entscheidung, vor der jeder Aggregator steht: IoT-Hardware selbst entwickeln oder mit einem Partner arbeiten. Die Wahl kann sich erheblich auf Effizienz, Skalierbarkeit und Innovationspotenzial der Flexibilitätsdienste auswirken.

Welche Vorteile bietet ein IoT-Partner gegenüber der eigenen Hardwareentwicklung?

1. Ressourcen

  • Eigenentwicklung: Eigene IoT-Hardware erfordert Investitionen in Forschung und Entwicklung, Fachwissen und kontinuierliche Innovation. Dafür braucht es ein eigenes Ingenieurteam, laufende Technologieinvestitionen und die Fähigkeit, sich an veränderte Marktanforderungen anzupassen.
  • Mit Partner: Ein Hardwarepartner trägt die Kosten für Entwicklung, Zertifizierung und Support des Geräts. Dadurch kann ein neuer Dienst schneller auf den Markt kommen.

2. Einfachere Verwaltung

  • Eigenentwicklung: Wer IoT-Hardware intern verwaltet, übernimmt Firmwareupdates, den Austausch von Komponenten, die Einhaltung von Vorgaben und Zertifizierungen sowie die Lieferkette für Elektronik. Das beansprucht Ressourcen und spezialisiertes Personal.
  • Mit Partner: Der Partner übernimmt die technische Wartung, hält die Firmware aktuell und sorgt dafür, dass das Gerät auch bei veränderten Standards konform bleibt. Der Aggregator kann sich auf Energiedienstleistungen und Kunden konzentrieren.

3. Fachwissen und Leistungsfähigkeit

  • Eigenentwicklung: Mit technischer Entwicklung und Erfahrungen aus dem Feldeinsatz Schritt zu halten, ist schwierig, wenn Hardware nicht das Kerngeschäft ist.
  • Mit Partner: Ein Hardwarepartner hat vergleichbare Probleme häufig schon an anderen Standorten gelöst. Das senkt das Risiko an Standorten, die ein Aggregator noch nicht kennt.

Worauf es ankommt

Eigenentwicklung bietet Kontrolle und Anpassungsmöglichkeiten. Ein Partner bietet Zugang zu laufender Innovation, einfacherer Verwaltung und fachlicher Unterstützung. Für Aggregatoren, die schnell wachsen wollen, ist die Partnerschaft meist vorteilhafter: Selten begrenzt der Geräteentwurf das Tempo. Häufiger entscheiden Zertifizierung, Support und Installation darüber, wie schnell ein Gerät eingesetzt werden kann.

Der Wissensdatenbankartikel IoT im Demand Response ist die aktuelle Referenz zu diesem Thema. Diese vierteilige Reihe enthält die Diskussion aus dem Jahr 2024.