Janitza: Elektrische Messung, Netzqualität und GridVis-Software

Janitza entwickelt elektrische Messgeräte und die Software GridVis für Energiemanagement, Netzqualität und Differenzstromüberwachung.

Zusammenfassung

Geeignet für
Industrie- und Gebäudeprojekte, die Verbrauchsdaten mit Netzqualitäts- oder Differenzstromüberwachung verbinden.
Weniger geeignet für
Ein einfacher Steckdosenmonitor: Die genannten UMG-Geräte sind für Stromverteilungen bestimmt, und ihre Funktionen hängen vom genauen Modell ab.
Bereitstellung
Lokale UMG-Messgeräte und optional GridVis-Software mit modellabhängigen Netzwerkschnittstellen.
Eingangsdaten
Dokumentierte Modbus-Zuordnungen; ausgewählte Modelle bieten zusätzlich PROFINET, Ethernet oder MQTT. GridVis stellt Datenschnittstellen auf Softwareebene bereit.
Preise
Messgerät, Softwareedition und lizenzierter Umfang sind getrennte Auswahlentscheidungen.

Überblick

Janitza behandelt Energieverbrauch, Netzqualität und Differenzstromüberwachung als verwandte, aber unterschiedliche technische Aufgaben. Die Beschreibung der GridVis-Software umfasst alle drei. Das Messgeräteportfolio stellt unterschiedliche Geräte und Systemkomponenten für die zugrunde liegenden Daten bereit. Diese Trennung ist wichtig: Software kann ein elektrisches Ereignis nicht nachträglich erfassen, wenn das ausgewählte Messgerät es nie aufgezeichnet hat.

Beim Vergleich von Zählern stehen deshalb die benötigte Messung und die darauf folgende Reaktion am Anfang. Eine Verbrauchssumme, die Untersuchung der Netzqualität und die Überwachung von Differenzströmen verlangen unterschiedliche Eingänge und Funktionen. Der gemeinsame Familienname UMG hilft, eine Produktreihe zu erkennen, belegt aber nicht, dass jedes Modell alle diese Aufgaben erfüllt.

Angebot

Das UMG 96RM-PN ist ausdrücklich für die PROFINET-Integration vorgesehen. Seine digitalen Ein- und Ausgänge sind sowohl über Modbus als auch über PROFINET erreichbar. Es handelt sich um ein konkretes Modell mit bestimmter Automationsfunktion, nicht um eine Eigenschaft jedes UMG-96-Geräts.

Das UMG 96-EL hebt dagegen die direkte Ethernet-Anbindung mit Modbus TCP/IP und MQTT hervor. Für das UMG 96-PQ-L veröffentlicht Janitza eine gesonderte Modbus-Adressliste. Diese Beispiele zeigen, warum beim Vergleich das vollständige Typensuffix erhalten bleiben muss: Ähnliche Modellnamen können zu unterschiedlichen Schnittstellen, Integrationsarbeiten und Messmöglichkeiten führen. Die passende Wahl ergibt sich aus dem empfangenden System und den am Messpunkt benötigten Größen.

Produkte und Plattformen

  1. GridVis

    Überwachungssoftware

    Analyse von Energie, Netzqualität und Differenzströmen mit Datenschnittstellen.5

Technologie

Die Registerdokumentation zum UMG 96-PQ-L von Janitza ist eine Modbus-Referenz für genau dieses Modell. Auf dieser Ebene müssen Adressen und Dateninterpretation in einem externen Datensammler festgelegt werden. Eine allgemeine Einstellung „Janitza Modbus“ kann wichtige Unterschiede zwischen Gerätemodellen oder Revisionen verdecken.

Die Softwareebene ist davon getrennt. GridVis beschreibt OPC UA, REST API und CSV als Schnittstellen sowie Visualisierung, Alarme und Berichte. Das sind Schnittstellen der Software und kein Beleg dafür, dass jedes angeschlossene UMG-Messgerät diese Protokolle unmittelbar bereitstellt. Für die Systemplanung ist entscheidend, ob eine externe Anwendung mit dem Messgerät, einem seriellen oder Ethernet-Erfassungsweg oder der Datenschnittstelle der Überwachungssoftware spricht.

Märkte

Die Hinweise von Janitza für Rechenzentren beschreiben Netzqualitätsberichte, Dashboards und Werkzeuge für die elektrische Verfügbarkeit. Das ist ein Beispiel für ein Projekt, bei dem jährliche kWh-Werte allein nicht genügen: Betreiber müssen möglicherweise auch Störungen und den Zustand der Stromversorgung verstehen. Dazu sind entsprechend leistungsfähige Messgeräte ebenso nötig wie die Softwareansicht.

Das breitere Portfolio zur Energiemessung deckt Messungen in elektrischer Infrastruktur mit Datenexporten in andere Managementsysteme ab. Für Industrieanlagen und Gebäude zählt beim praktischen Vergleich, welche Messpunkte und Analysen erforderlich sind, nicht die Größe eines Dashboards. Mehr Softwarefunktionen schaffen für sich genommen weder weitere Messkanäle noch eine höhere physische Genauigkeit des Geräts.

Unternehmen

Die Unternehmensgeschichte von Janitza führt den Ursprung auf das 1961 gegründete Geschäft von Eugen Janitza zurück und unterscheidet davon die Gründung von Janitza electronics im Jahr 1986. Ein Jubiläumsrückblick beschreibt den Ausbau der Produktion in Lahnau und die Entwicklung der UMG-Messgerätefamilie. Die Gründungsangabe hier wahrt diese Unterscheidung, statt die beiden Daten als Widerspruch darzustellen.

Das Unternehmen entwickelt Messhardware und Software für elektrische Infrastruktur. Für Käufer eröffnet diese Kombination einen dokumentierten Weg vom Gerät zur Überwachungsanwendung und lässt zugleich die externe Datenerfassung über unterstützte Schnittstellen zu. Die Auswahl muss dennoch modellabhängig bleiben: Geschichte und Produktbreite des Unternehmens bedeuten nicht, dass ein einzelnes Gerät alle Funktionen des Portfolios besitzt.

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