Virtual Peaker: Virtuelle Kraftwerke und Lastflexibilität für Versorger

Virtual Peaker bietet Cloudsoftware für Lastflexibilitätsprogramme von Versorgern und verbindet die Steuerung dezentraler Anlagen mit Kundenkommunikation, Prognosen und API-Integrationen.

Zusammenfassung

Geeignet für
Versorger, die kundeneigene Geräte und Teilnahmeprogramme koordinieren.
Weniger geeignet für
Eine unabhängige Energie-App für Verbraucher oder eine eigenständige Hardwaresteuerung.
Bereitstellung
Cloudmodule mit Verbindungen zu Gerätepartnern und Geschäftssystemen von Versorgern.
Eingangsdaten
Gerätetelemetrie, Nachfrage, Wetter, Tarife und Datensätze der Programmteilnehmenden.
Preise
Versorgerspezifisches Angebot anfragen; kein öffentlicher Standardpreis gefunden.

Überblick

Virtual Peaker unterstützt Energieversorger dabei, dezentrale Geräte in Lastflexibilitätsprogramme und virtuelle Kraftwerke einzubinden. Die Plattform verbindet Gerätesteuerung mit den weniger sichtbaren Abläufen rund um Anmeldung, Kundenkommunikation und Anreize. Diese Verbindung ist wichtig: Steuerbare Geräte allein ergeben noch kein verlässliches Programm. Der Versorger braucht auch teilnehmende Kunden und einen Nachweis der tatsächlich erbrachten Reaktion. Shift verwaltet dezentrale Ressourcen; Relay und Envision unterstützen Kundenbindung und Prognosen. Die Software richtet sich an Versorger mit einem Portfolio kundenseitiger Anlagen, nicht an Hausbesitzer, die ein einzelnes Thermostat oder eine Batteriesteuerung kaufen.

Angebot

Die DERMS-Softwaresuite Shift bindet Ressourcen hinter dem Zähler für Lastflexibilität und die Abwicklung von Abrufereignissen ein. Relay verwaltet die Kundenseite, einschließlich Kommunikation und Anreizen. Envision unterstützt Nachfrageprognosen und Beschaffungsentscheidungen. Zusammen verbinden diese Funktionen einen erwarteten Systembedarf mit einem Abruf und den Menschen, die daran teilnehmen. Zum Angebot für virtuelle Kraftwerke gehört außerdem Topline Demand Control zur Gestaltung der aggregierten Last. Dank der getrennten Module kann ein Versorger den unmittelbaren Bedarf im Programmmanagement von Prognosen oder weitergehender Koordination unterscheiden, statt alle Funktionen als ein unteilbares Produkt anzusehen.

Technologie

Die APIs von Virtual Peaker unterstützen die Übernahme von Nachfrage-, Wetter- und Tarifdaten, die Anbindung betrieblicher Systeme und den Export für Analysen. Die Anmeldung von Kunden kann an vorhandene Kundeninformations- oder CRM-Systeme anschließen; Abrufe und Nachrichten können Systemlast, Preise oder den Standort berücksichtigen. Die Unternehmensgeschichte nennt außerdem Gravity Connect, eine offene Spezifikation, über die Geräteentwickler Telemetrie und Steuerfunktionen für die Programmteilnahme bereitstellen können. Die Integrationen haben unterschiedliche Aufgaben: Eine Geräteanbindung stellt die steuerbare Ressource bereit, während Schnittstellen zu Geschäftssystemen die Kundenabläufe des Versorgers erhalten. Welche Steuerung bei einer konkreten Installation möglich ist, hängt weiterhin vom unterstützten Hersteller und den Berechtigungen des Programms ab.

Märkte

Die Lösungsübersicht richtet sich an privatwirtschaftliche, kommunale und genossenschaftliche Versorger. Ihre Programme können Geräte in Wohngebäuden mit gewerblichen Ressourcen, gesteuertem Laden von E-Fahrzeugen oder standortbezogenen Abrufen verbinden. Die Funktionen von Relay sind relevant, wenn Anmeldung und dauerhafte Teilnahme die Größe eines Programms begrenzen. Die Prognosen von Envision verknüpfen das Anlagenportfolio mit der Nachfrageplanung. Geschäftlicher Käufer ist daher üblicherweise die Organisation, die das Programm betreibt, nicht der Haushalt, der ein Gerät bereitstellt. In den veröffentlichten Beispielen bleibt die Kundenbeziehung beim Versorger, während eine gemeinsame Softwareumgebung seine Flexibilitätsprogramme betreibt und ausbaut.

Unternehmen

William Burke gründete Virtual Peaker im April 2015. Die Unternehmenschronik nennt den Umzug zum heutigen Hauptsitz in Louisville im Jahr 2020, die Einführung einer integrierten Softwaresuite 2022 und Gravity Connect im selben Jahr. Eine spätere Partnerschaft mit NISC verband die Plattform mit Systemen für Versorgermarketing, Nachrichten, Zählerdaten und SmartHub. Die Chronik nennt außerdem Topline Demand Control im Jahr 2024 und weitere Finanzierung 2025. Diese Schritte zeigen die Entwicklung von der Steuerung dezentraler Geräte zu einer breiteren Plattform für Versorgerprogramme, mit Kundenprozessen und Prognosen neben der Steuerung von Abrufen.

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