ThingsBoard: IoT-Plattform mit verfügbarem Quellcode, Protokoll-Gateway und Standortsoftware

ThingsBoard bietet IoT-Geräteverwaltung, Telemetrie-Dashboards und Regeln über selbst betriebene, Cloud- und Standortsoftware.

Zusammenfassung

Geeignet für
Teams, die konfigurierbare IoT-Anwendungen mit Gerätemodellen, Dashboards und Regeln entwickeln.
Weniger geeignet für
Nutzer, die ein vorkonfiguriertes Hardwaresystem ohne Softwarebetrieb oder Integrationsarbeit suchen.
Bereitstellung
Selbst betriebene ThingsBoard-Plattform, verwaltete Cloud und ThingsBoard Edge vor Ort.
Eingangsdaten
MQTT, HTTP, CoAP und weitere unterstützte Transportwege; Industrieprotokolle über Gateway-Konnektoren.
Preise
Einheitliche Plattform mit verfügbarem Quellcode sowie verwaltete Cloud-, Edge- und Analyseoptionen; veröffentlichte Preise hängen von der Bereitstellung ab.

Überblick

ThingsBoard bietet Software zum Verbinden von Geräten, Speichern von Telemetrie und Erstellen von IoT-Dashboards und Automationsregeln. Die Unternehmensgeschichte datiert die erste Community Edition auf 2016 und die Unternehmensgründung auf 2018. Im Jahr 2026 führte ThingsBoard frühere Community- und Professional-Funktionen in einer einheitlichen Plattform mit verfügbarem Quellcode unter der Business Source License zusammen. ThingsBoard Cloud ist der verwaltete Dienst; IoT Gateway ergänzt industrielle Protokolle; ThingsBoard Edge bringt Anwendungsfunktionen an den Standort. Diese Produkte erfüllen unterschiedliche Aufgaben und sind keine austauschbaren Namen für ein einziges Bereitstellungspaket.

Angebot

Der aktuelle Preiskatalog zeigt die einheitliche ThingsBoard-Plattform als selbst betriebene und Cloud-Bereitstellung mit planspezifischen Funktionen und Grenzen. Die früheren Community und Professional Editions gehören zur Produktgeschichte und bilden nicht mehr die aktuelle Aufteilung. Die Dokumentation zur Geräteanbindung trennt native Gerätetransporte von Plattformintegrationen und Gateway-Konnektoren. MQTT, HTTP und CoAP gehören zu den direkten Kommunikationswegen. Plattformintegrationen können vorgelagerte Dienste und Netzwerkserver anbinden und eingehende Nutzdaten mit Konvertern in Telemetrie umwandeln. Für LoRaWAN-Projekte ist der Netzwerkserver eine eigene Ebene neben den Dashboards und dem Datenmodell von ThingsBoard.

Produkte und Plattformen

  1. ThingsBoard Platform

    IoT-Plattform mit verfügbarem Quellcode

    Geräteverwaltung, Telemetrie, Dashboards und Regeln unter der aktuellen Business Source License.1

  2. ThingsBoard IoT Gateway

    Software für Protokoll-Gateways

    Konnektoren umfassen Modbus RTU/TCP, OPC UA, BACnet/IP, S7, BLE, KNX und OCPP.2

  3. ThingsBoard Edge

    Anwendungssoftware vor Ort

    Lokale Regeln, Dashboards und Alarme mit Serversynchronisierung; getrennt vom IoT Gateway.4

Technologie

Der Katalog der IoT-Gateway-Konnektoren umfasst Modbus RTU und TCP, OPC UA, BACnet/IP, Siemens S7, Bluetooth Low Energy, CAN, KNX und OCPP. Weitere Konnektoren verarbeiten MQTT, HTTP-Endpunkte, Datenbankabfragen und Netzwerkmanagementprotokolle. Diese Softwareadapter übersetzen externe Gerätedaten in das ThingsBoard-Datenmodell. Das Gateway kann auch Befehlswege bereitstellen, sofern ein Konnektor sie unterstützt. Der Vergleich mit ThingsBoard Edge sagt ausdrücklich, dass das IoT Gateway keine lokalen Dashboards, Alarmverarbeitung oder lokale Rule Engine bereitstellt. Das Gateway dient damit der Protokollumsetzung; es liefert keine vollständige Offline-Anwendung für einen entfernten Standort.

Märkte

ThingsBoard Edge führt Regeln, Dashboards, Alarme und Geräteinteraktionen vor Ort aus und synchronisiert sie mit einem ThingsBoard-Server. Die aktuelle Dokumentation nennt rollenbasierte Zugriffskontrolle, Entitätsgruppen, Integrationen und Markenanpassung als Funktionen von Edge. Die dokumentierte Architektur verwendet PostgreSQL für lokale Daten und unterscheidet Produktionsoptionen für Nachrichtenwarteschlangen von Entwicklungskonfigurationen. Ein IoT Gateway kann unterhalb von Edge eingesetzt werden, wenn Standortgeräte zusätzliche Protokolladapter benötigen; für direkt unterstützte Geräte ist es nicht zwingend. Der Preiskatalog unterscheidet Cloud- und selbst betriebene Installationen sowie optionale Funktionen wie lokale Edge-Instanzen und Trendz Analytics, ohne eine universelle Lizenz für das gesamte Ökosystem festzulegen.

Unternehmen

Die Unternehmensgeschichte von ThingsBoard unterscheidet den Projektbeginn 2016 von der Gründung der ThingsBoard Inc. im Jahr 2018. Sie nennt Andrii Shvaika als CEO und Mitgründer sowie Igor Kulikov als CTO und Mitgründer und führt eine Kontaktadresse in der 110 Duane Street, Suite 1C, New York auf. Die Produktchronik verzeichnet Trendz 2019, die verwaltete Cloud 2020, ThingsBoard Edge 2021 und den MQTT-Broker TBMQ 2023. Im Jahr 2026 vereinheitlichte das Unternehmen seine Plattform unter der Business Source License und machte den vollständigen Quellcode verfügbar; damit änderte sich die frühere Aufteilung in Community und Professional Edition. Das Team deckt Plattform- und Gateway-Entwicklung, Analytik, lokale Verarbeitung, technischen Support und kommerzielle Dienste ab.

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