Gridware: Mastmontierte Sensorik für Netzgefahren und die Reaktion auf Ausfälle

Gridware bietet mastmontierte Gridscope-Sensoren und die Software Active Grid Response, um physische und elektrische Gefahren in Versorgungsnetzen zu erkennen und zu lokalisieren.

Zusammenfassung

Geeignet für
Versorgungsunternehmen, die bei Unwettern oder Ausfällen Angaben zum physischen Zustand und zum Ort einer Störung brauchen.
Weniger geeignet für
Energieabrechnung, Unterzähler in Gebäuden oder die Annahme, ein Sensor könne ein Schutzrelais ersetzen.
Bereitstellung
Solarversorgte Geräte an Strommasten mit lokaler Analyse, Kommunikationswegen und der Plattform Active Grid Response.
Eingangsdaten
Physische, strukturelle, elektrische und umweltbezogene Beobachtungen an Freileitungsabschnitten.
Preise
Ein Versorgungsprojekt wird nach Netzabdeckung, Installation der Feldgeräte und Plattformumfang angeboten; ein öffentlicher Standardpreis wurde nicht gefunden.

Überblick

Gridware überwacht den physischen Zustand oberirdischer Stromnetzinfrastruktur mit Geräten an Strommasten. Die Gridscope-Hardware verbindet mehrere Sensortypen mit lokaler Verarbeitung, um Veränderungen elektrischer, struktureller und umweltbezogener Bedingungen zu erkennen. Die zugehörige Plattform Active Grid Response ordnet diese Beobachtungen für den Betrieb des Versorgungsnetzes.

Die Unternehmensübersicht beschreibt als Kernproblem die Verzögerung zwischen einem gefährlichen Ereignis und dessen Bekanntwerden beim Netzbetreiber. Die Anwendung zählt deshalb nicht einfach weitere Ausfälle: Angaben zu Ort und Art einer Störung können Einsatzteams helfen zu entscheiden, wohin sie fahren und was sie untersuchen, auch wenn die Leitung nicht mehr unter Spannung steht.

Angebot

Die Gridscope-Produktübersicht beschreibt ein kleines Gerät am Strommast mit Solarversorgung, Analyse direkt im Gerät und mehreren Kommunikationswegen. Es ist dafür ausgelegt, bei Stromausfällen weiterzuarbeiten, wenn die üblichen Informationen aus einem unter Spannung stehenden Stromkreis fehlen können. Das Sensorpaket beobachtet Bedingungen an einem Leitungsabschnitt und stützt sich dabei nicht allein auf die elektrische Fehlerimpedanz.

Das Angebot Active Grid Response führt die Feldbeobachtungen zu lokalisierten Gefahreninformationen zusammen. Gridware stellt Erkennung, Identifizierung und Ortsbestimmung als getrennte Funktionen für die betriebliche Reaktion dar. Hardware und Plattform bilden damit Teile eines Überwachungssystems für Netzbetreiber und nicht einen eigenständigen Verbrauchersensor, dessen Nutzen mit dem Versand eines Rohmesswerts an eine fremde Anwendung endet.

Technologie

Gridware beschreibt die Kommunikation von Gridscope als Kombination aus Verbindungen zwischen Geräten sowie Mobilfunk- und Satellitenverbindungen. Die lokale Signalverarbeitung erzeugt Informationen direkt am Mast. Die unabhängige Solarversorgung unterstützt die Überwachung, wenn das Netz am überwachten Ort spannungslos ist. Diese Architektur trennt die Beobachtung eines Ereignisses von der Verfügbarkeit der Netzspannung.

Der Integrationsfall von PG&E beschreibt, wie Active Grid Response über eine API Daten an ein Störungsmanagementsystem übergibt. Das ist ein konkretes Beispiel für eine Softwareintegration, aber kein Beleg für eine öffentliche Geräteregisterkarte oder die Unterstützung jedes Netzbetreiberprotokolls. Das betriebliche Ergebnis sind Informationen über Gefahren und deren Orte, die bestehende Dispositions- und Reaktionsprozesse des Versorgers unterstützen.

Märkte

Die Fallsammlung von Gridware umfasst PG&E, Puget Sound Energy, Xcel Energy und Brigham City Public Power. Die Beispiele behandeln hochohmige Fehler, die Reaktion auf Unwetter und Situationen im Zusammenhang mit Waldbränden. Zusammen zeigen sie, unter welchen Betriebsbedingungen physische Beobachtungen die bereits verfügbaren elektrischen Informationen eines Netzbetreibers ergänzen können.

Das Kundenmaterial hebt die Arbeit von Entwicklungs- und Freileitungsteams hervor: Störungen lokalisieren, Reparaturen priorisieren und Bedingungen erkennen, bevor ein Ausfall schwerwiegender wird. Maßstab für einen Vergleich sind daher Werkzeuge zur Überwachung und Reaktion im Versorgungsnetz. Diese Fälle belegen bestimmte Installationen; sie garantieren nicht, dass jeder Fehlertyp oder jedes Umweltereignis an jedem Standort erkannt wird.

Unternehmen

Gridware wurde laut seinem Unternehmenseintrag bei Y Combinator 2020 gegründet und gehörte zur Kohorte Winter 2021. Die aktuelle Unternehmensseite beschreibt die Beteiligung eines Mitgründers, der zunächst als Freileitungsmonteur und später als Ingenieur arbeitete. Damit verbindet sie die Produktentwicklung mit dem Feldeinsatz von Versorgungsunternehmen.

Der heutige Hauptsitz liegt in San Francisco, Kalifornien; in Richmond gibt es eine Einrichtung für angewandte Forschung. Gridware entwickelt Feldhardware, lokale Analyse und Software für Netzbetreiber. Die öffentlichen Einsatzbeispiele konzentrieren sich auf Versorger, die mit Unwettern, Brandrisiken und schwer zu lokalisierenden physischen Fehlern umgehen müssen. Das Unternehmen ist damit auf Sichtbarkeit des Leitungszustands und betriebliche Reaktion ausgerichtet, nicht auf die Analyse des Energieverbrauchs einzelner Haushalte.

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