ABB: Energiemessung und Überwachung von Stromverteilungen

ABB liefert Hutschienenzähler, die Überwachung einzelner Stromkreise und InSite-Systeme für Stromverteilungen in Gebäuden und der Industrie.

Zusammenfassung

Geeignet für
Stromverteilungen, die Energiezähler, Messungen an mehreren Abgängen und lokale Überwachung kombinieren.
Weniger geeignet für
Ausschließlich batteriebetriebene Funknachrüstung: Die genannten Hutschienenzähler und das InSite-System nutzen kabelgebundene Mess- und Erfassungswege.
Bereitstellung
Hutschienenzähler und Stromkreissensoren, optional mit InSite-Steuereinheiten und Software für mehrere Standorte.
Eingangsdaten
Modbus-RTU- oder M-Bus-Zähler je nach Variante; InSite erfasst außerdem den eigenen Sensorbus und unterstützte digitale Ein- und Ausgänge.
Preise
Hardware und Software hängen vom gewählten Zähler, der Schnittstelle und der Systemkonfiguration ab.

Überblick

Die Produkte von ABB zur Energieüberwachung decken mehrere Ebenen einer elektrischen Installation ab. Die Energiezählerfamilie umfasst Geräte mit Direktanschluss und Stromwandlereingang. InSite führt Messungen auf der Ebene der Stromverteilung zusammen. Diese Unterscheidung hilft beim Vergleich eines einzelnen Unterzählers mit einem umfassenderen System zur Überwachung von Abgängen.

Bei einer Nachrüstung können einige genau gemessene Abgangssummen, viele kleinere Stromkreismessungen oder beide benötigt werden. Mit der Wahl des Kommunikationsprotokolls ist diese physische Messentscheidung noch nicht getroffen. Entscheidend sind der Ort der Strommessung, die Spannungsreferenz, die vom Gerät gemeldeten Größen und der Weg dieser Messwerte zur Überwachungsanwendung. Der ABB-Produktname allein beantwortet nicht alle vier Fragen.

Angebot

Innerhalb der B-Serie von Energiezählern sind B23 und B24 für unterschiedliche elektrische Anschlüsse ausgelegt. B23 ist die dreiphasige Variante mit Direktanschluss; B24 verwendet Stromwandler. ABB unterscheidet die reine Stromwandleranbindung des B24 von den Modellen A42 und A44, die auch mit Spannungswandlern arbeiten können. Diese Unterschiede müssen vor der Wahl einer Registerkarte oder eines Softwaretreibers geklärt werden.

Für mehrere Abgänge nutzt das InSite-System Steuereinheiten und Stromsensoren, statt an jedem Stromkreis einen vollständigen Zähler mit Anzeige zu wiederholen. Zum Katalog gehören die Varianten SCU100 und SCU200. Ein Zähler für die Summe eines Abgangs und ein Stromkreissensor können in derselben Installation sinnvoll sein. Sie stehen jedoch für unterschiedliche Mess- und Installationskonzepte.

Technologie

Die Beschreibung des SCU100 von ABB erläutert das Zusammenspiel der Steuereinheit, ihres InSite-Busses, digitaler E/A-Module und Modbus-RTU-Zähler. Die veröffentlichte Integration umfasst die ABB-Energiezählerserien A, B und C sowie namentlich genannte Leistungsmesserfamilien. Das ist ein konkreter Datenerfassungsweg, aber kein Beleg dafür, dass jedes ABB-Gerät dieselbe Schnittstelle verwendet.

Die Kommunikation eines Zählers hängt weiterhin von seiner Bestellvariante ab. Die Dokumentation der Energiezähler unterscheidet verfügbare Schnittstellen und elektrische Anschlussarten. Bei einer Integration sollten genaue Modell- und Schnittstellenbezeichnung zusammen mit jedem Messwert erhalten bleiben. Der Sensorbus von InSite, ein serieller Modbus-Zähler und ein M-Bus-Zähler sind unterschiedliche Wege, auch wenn ihre Werte allesamt den Energieverbrauch beschreiben.

Märkte

ABB stellt InSite für Energie- und Lastmanagement bereit, bei dem lokale Messungen in eine übergreifende Auswertung eingehen. InSite Energy Pro ergänzt eine Ansicht über mehrere Standorte, um deren Leistung zu vergleichen. Das ist ein anderer Projektumfang, als einen einzelnen Zähler in ein vorhandenes Gebäudeleitsystem einzulesen.

Die US-Beschreibung von InSite umfasst die Überwachung von Wechsel- und Gleichstromabgängen. Das System ist damit relevant, wenn der Betreiber die Lastverteilung über Stromkreise hinweg sehen muss. Berichte oder Steuerung eines Projekts müssen auf den konkreten Messmöglichkeiten aufbauen. Die Sicht auf mehrere Kanäle kann zeigen, wo Verbrauch entsteht. Ob eine Abrechnungszulassung oder eine detaillierte Analyse der Netzqualität nötig ist, bleibt dagegen eine Anforderung an das jeweilige Messgerät.

Unternehmen

ABB entstand 1988 durch die Fusion der schwedischen ASEA und der schweizerischen BBC, wie die Unternehmensgeschichte festhält. Die Vorläuferunternehmen haben eine längere Geschichte. Das Jahr 1988 bezeichnet hier die Gründung von ABB, nicht den Beginn aller zugrunde liegenden Technologien.

Das Unternehmen bestätigte Zürich als weltweiten Hauptsitz in einer Mitteilung von 2026 zum neuen Firmensitz. Für die Auswahl eines Energiesystems ist aus dieser großen Unternehmensgruppe das Angebot für elektrische Messung und Überwachung relevant. Dieses Profil konzentriert sich deshalb auf identifizierbare Zähler, Stromkreissensoren und Erfassungssysteme. Es überträgt allgemeine Unternehmensangaben nicht auf unbelegte Aussagen über Kommunikation oder Genauigkeit eines bestimmten Geräts.

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